4. Lauf | Motorland Aragon, Spanien | Rennwochenende vom 17. bis 19. Juni 2011
Jun 18th, 2011 | by lukk | Rubrik: Aragon, Leitartikel, Saison 2011Allgemeine Infos
Erst zum zweiten Mal stoppt der Renntross im Motorland Aragon im spanischen Alcañiz in der Provinz Aragonien. Die Strecke ist anspruchsvoll. Lange Geraden, uneinsehbare Buckel, bergauf, bergab. Am Ende der Runde warten drei Kurven mit besonderen Herausforderungen – das lesen wir auch unten vom Markus. Eine drei Kurven-Kombination, die nicht umsonst Korkenzieher heißt und deren letzte Kurve im Ausgang frühzeitig Gas verlangt, um genug Schwung auf den folgenden Anstieg zu haben, ehe es auf die Start/Zielgerade geht.
Markus Reiterberger
schildert das Wochenende aus seiner Sicht
Zwischenbericht vom Samstagabend
Ich bin am Freitag im freien Training ziemlich gut zurecht gekommen und war gleich Achter. Das lag zum Teil daran, dass ich die die Strecke schon einmal bei meinem zweiten Training auf der jetzigen BMW gefahren bin. Das setzte sich auch im ersten Qualifying fort, ich wurde gleich Siebter. Ich hatte mich dazu den italienischen BMW-Fahrer Zanetti gehängt. Der ist auf den achten Platz gekommen, ich bin Siebter geworden. Es hat alles gepasst.
Heute Morgen für das freie Training haben wir dann eine schnellere Übersetzung gewählt. Es war aber fast ein bisschen zu schnell, so dass es mich aus den Ecken nicht mehr heraus gezogen hat.
Und jetzt haben wir es wieder so gemacht wie am Freitag und haben die Geometrie und das Setting wieder auf gestern zurück gesetzt, nur jetzt einen kleinen Tick schneller eingestellt. Übersetzung und Fahrwerk waren nahezu perfekt. Ganz allein habe ich dann heute die Zeit von gestern noch einmal verbessert. Ganz allein und ohne den Windschatten eines anderen bin ich da gefahren, obwohl Windschatten hätte ich gut gebrauchen können, denn es war wirklich brutal windig. Ich habe mich trotzdem verbessern können und bin eigentlich sehr zufrieden.
Ich bin jetzt als Neunter im Rennen in der dritten Startreihe der Erste, also ganz außen. Ich hoffe, dass ich morgen gut starte, denn der Viertplatzierte ist nur eine halbe Sekunde schneller gewesen. Und wenn ich einen guten Start erwische, schätze ich, dass ich mit der Truppe schon mitfahren kann.
Ja mei, die ganze Strecke ist in fünf Sektoren für die Zwischenzeiten aufgeteilt. In vier der Sektoren bin ich nur 3/10 hinter dem ersten und in der letzten Sektion verliere ich dann eine Sekunde. Ich weiß noch nicht woran das liegt, auch wenn ich da bisher schon alles versucht habe. Dabei besteht die letzte Sektion eigentlich nur aus drei Kurven. Ich habe schon anders zu schalten versucht, habe aber noch keine Ahnung, wie es schneller geht.
Ich hoffe, dass ich mich morgen mit einem guten Start in den Spitzenpulk bringe und dass ich dann, wenn ich mich da etwas zusammen nehme, auch schneller bin.
Das Wetter wird morgen wie heute, es wird ziemlich warm, hoffentlich ist es nicht wieder so windig.
Abschlussbericht nach dem Rennen
Ich habe heute beim Rennen einen brutal guten Start gehabt und war gleich Fünfter. Ich bin erst ganz gut mitgekommen mit der Startgruppe, habe aber dann etwas abreißen lassen müssen, weil die Vorausfahrenden ein Stück schneller waren als ich. Ab der dritten, vierten Runde habe ich aber die gleichen Zeiten gefahren wie die. Ich hatte sogar schon gehofft, wieder zu Ihnen aufzuschließen. Doch ein kleiner Verbremser hat mich ein bisschen Zeit gekostet, aber nur wenig. Plötzlich haben auf einen Schlag die Reifen total abgebaut, so dass ich nur noch so zwei Sekunden/Runde langsamer fahren konnte als die Spitze. Trotzdem habe ich den sechsten Platz bis kurz vor Schluss halten können. Erst die letzten zwei Runden hat mich dann der Antonelli noch überholt, weil bei mir die Luft heraus war. Die Reifen waren total kaputt.
Aber trotzdem: Es war ein geiles Rennen, ein geiles Wochenende!
